Texte der KW47-50-2018: Gewinnspiel, Tour-Leiden, T-eil 3; Gloomaar-Festival (live review); Soup & Pavlov’s Dog (reviews)

News/Gewinnspiel/Live-Tipps/Sonstiges

Verlosung: Schwarze Witwe à la Betreutes Proggen 1 – gewinnt CDs von Il Tempio Delle Clessidre
Start einer fünfteiligen Verlosungsaktion, in der wir jeweils fünf Exemplare von Alben von Black Widow
Records unter das Progger-Volk bringen dürfen.
Der Einsendeschluss der aktuellen Runde ist Sonntag, der 21.12.18.!

Nicht von mir, aber interessant:
Die Tour-Leiden des (nicht mehr ganz so) jungen t, Teil 3
Thomas „t“ Thielen stellt (sich und uns) vier zentrale Fragen der
Livemusikphilosophie und beantwortet sie praktischerdings auch.
Hier Teil 3 zur Tour-Promotion: „Wer bestellt?“

Nur von mir kompiliert. Und das vor vielen Jahren. Aber immer noch unglaublich schlecht:
„Es gibt nur einen Weg“ – Ein politisch-literarisch-kommentatorisch-titanischer Rückblick als Adventskalender.

Konzertberichte

Glühmaar statt Glühwein

Live-Bericht: Gloomaar-Festival, 17.11.18, Neunkirchen/Saar, Neue Gebläsehalle
Proudly presented by BetreutesProggen. Mit (Flares), SOUP, Dool, And So I Watch You From Afar, Riverside (Harakiri for the sky)
Und weil es so schön war, präsentieren wir auch die 2019er Ausgabe dieses wirklich empfehlenswerten (Post-)Rock-Festivals.
 
 
 

Interview

 
Nicht von mir, aber gut:
Horton (d.h. Gilles) hört ein (a)Hu!
The mighty Ayahuasca im Gespräch zu “Beneath The Mind”
Gilles und ich konnten uns übrigens am 1.12. beim Probenraumfestival im Kulturbunker, Köln-Mülheim von den außerordentlichen bis geradezu beängstigenden Live-Qualitäten dieses ProgDeath-Oktetts überzeugen.
 
 
 

Rezensionen

 
Soup – Live Cuts
13/15, Teapot of the Week, Album der Kalenderwoche 48
 
Pavlov’s Dog – Prodigal Dreamer
12/15, Teapot of the Week, Album der Kalenderwoche 49

„Es gibt nur einen Weg“ – Ein politisch-literarisch-kommentatorisch-titanischer Rückblick als Adventskalender

Im Folgenden finden sich handverlesene Kabinettstückchen aus dem stilprägenden und wortschöpferischen Schaffen einer der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Verlegerszene. Diesem gelang es regelmäßig (zumindest in jenen güldnen Tagen, als meinereiner die völlig unverdiente Ehre hatte, in der von ihm mit eiserner (wenn auch morgens zitternder) Hand geführten Redaktion zu dienen, aktuelle Ereignisse in einer Weise zu kommentieren, auf die wohl kein anderer je verfallen würde.
So unwahrscheinlich es klingt: Alle Textproben, die sich hinter diesen folgenden „Türchen“ verbergen, wurden von ihrem Hervorbringer, diesem sprachlichen Titanen und vermutlich letzten Universalgenie, tatsächlich so einem vieltausendköpfigen Empfängerkreis zugänglich gemacht. Letztgenannter bedankte und bedankt sich bis heute durch eine Verehrung, die über die Jahre nachgerade kultische Züge angenommen hat.
Treten doch jetzt auch Sie bitte näher und öffnen Sie ein Türchen – denn hinter jedem verbergen sich intellektuelle und sprachpflegerische Leckerbissen!

6.12.
(Standarisierung – aber bitte arisch und ohne japanisches ZEN!)
“Die Kongressmesse xxx Mitte dieser Woche zeigte nun, dass es zwei Lager gibt, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Da sind selbstverständlich einmal die Vertreter der Standarisierungsorganisationen auf europäischer und nationaler Ebene wie ZEN und DIN, aber auch die Kommunalverbände, einige Industrieunternehmen und Verbände wie der Bikom.” [sic]
“Auf der anderen Seite stehen die politischen Praktiker, die als Staatssekretäre oder Chefs von großen öffentlichen IT-Unternehmen sich „vor Abscheu schütteln“, wenn sie von weiteren und neuen Standards hören. Zu viele Standards seien gekommen und auch wieder gegangen, sodass man sich an manche gar nicht mehr erinnere. […] Am Ende des Kongresses war nach wie vor die Frage nach der Notwendigkeit einer nationalen Standarisierungsstrategie offen. […] Was wir brauchen ist ein Staats-DIN!”

07.12.
(Ein gewieftes Go/Gobang-As kennt den Weg:)
“Es gibt nur einen Weg: Deutschland – GO online!”

08.12.
(Der Kommentator wächst über sich selbst hinaus und analysiert selbst das normalmenschlichem Verstand nahezu Unzugängliche:)
“Der Hinweis sei an dieser Stelle erlaubt: Eine Zersplitterung der kreativen Kräfte zum jetzigen Zeitpunkt würde dem Vorhaben einer Etablierung einer E-Government-Wissenschaftsrichtung in Deutschland nicht helfen.”

09.12.
(Des Kommentatoren Kristallkugel ist … verschmiert)
“Der wahrscheinliche Wirtschaftsminister Edmund Stoiber könnte dies für sein Ressort reklamieren, zumal es sich für öffentlich wirksame Maßnahmen eignet, plakative Aktionen ermöglicht.”

10.12.
(Warum nicht gleich “Penisex”?)
“Mit Einführung der NATO Reaction Forces und der EU-Battlex-Groups, beides unter starker deutscher militärischer Beteiligung, werden Instrumente geschaffen, die es sowohl der NATO wie auch der EU (Beschluss auf Ministerratsebene) ermöglichen militärische Einsätze ad hoc zu initiieren.”

13.12.
(Investigative Journalism at its very best: dem Filz die Maske heruntergerissen!)
“Doch nun kommt ein nach Korruption riechendes System immer mehr ans Tageslicht. So ist vor wenigen Tagen das Exekutiv-Mitglied des Fußballweltverbandes aus Botsuana, Ismail Bhamjee, britischen Reportern auf den Leim gegangen, als er nur (?) sieben Karten für den Schwarzmarkt zum doppelten Preis verhökerte. Sein Verdienst hätte immerhin 2.400 Euro betragen. Experten gehen davon aus, dass jedes Exekutiv-Mitglied der FIFA über ein persönliches Kontingent von 760 Karten verfügt, das ist also die Währung mit der die Herren Fußballfunktionäre in Deutschland teilweise zu zahlen gedenken. Das kann kaum überraschen, denn bereits vor Monaten wurde der FIFA-Funktionär Jack A. Warner aus Trinidad/ Tobago überführt. Er wollte gleich 10.000 Karten in den internationalen Schwarzhandel bringen. Sind das Ausnahmen? Wirft man einen Blick auf die Schweizer Zentrale der FIFA, welche sich wenig schön, aber dafür protzig in jeder Hinsicht präsentiert, fällt einem schwer, nicht an ein System zu glauben.”

14.12.
(Der Kommentator will irgendwie eine Botschaft durchwinken)
„Doch irgendwie munkelt man im politischen Berlin, dass das Bundespräsidialamt in Anbetracht der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen seine Zentrale in der Schweiz die Angelegenheit nicht nur einfach „durchwinken“ will. Kenner solcher Vorgänge interpretieren die derzeitige Situation mit der Bemerkung, es wird „auffällig lange geprüft“. Wir schlagen daher von dieser Stelle den zuständigen Mitarbeitern im Bundespräsidialamt (seiner Form in Berlin wegen auch „Ei“ genannt) vor, jeweils einen freiwilligen Helfer der Hilfsorganisationen sowie Mitarbeitern von Polizei, Feuerwehr, THW, Bundeswehr und all den anderen Organisationen ein Bundesverdienstkreuz für ihren Einsatz während der WM zu verleihen.“

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